Langeoog 2013: 42. Psychotherapiewoche: Gefühle - Triebkräfte des Lebens

Langeoog 2013: 42. Psychotherapiewoche: Gefühle - Triebkräfte des Lebens
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Produktinformationen "Langeoog 2013: 42. Psychotherapiewoche: Gefühle - Triebkräfte des Lebens"

DVD 1

U. Garrels/ A. Kersting/ W. Heine
Einführung, Grußworte


R. Krause
Kurative und schädigende Auswirkungen des Austausches affektiver Zeichen

Ausgehend von einem gut bestätigten Modell über die unbewussten sozialen Ursachen für die hohe Stabilität psychischer Störungen das auf unsere Forschungen zum Affektaustausch zwischen psychisch Gesunden einerseits und psychisch Kranken und Gesunden andererseits beruht werden wir aufzeigen, dass sich "gute" Therapeuten dadurch auszeichnen, dass sie dem unbewussten sozialen Druck sich den Affektausdrücken der Kranken anzupassen, widerstehen können und auf dieser gewissermaßen empirischen Basis das maladaptive Modell des Patienten über sich und die Welt widerlegen. Erst wenn dies gelungen ist sind Interventionen wie Deutungen möglich. Wir werden dazu Filmbeispiele analysieren.

A. Müller
To buy or not to buy - Macht viel kaufen glücklich oder krank?

Obwohl Kaufsucht ein relativ weit verbreitetes Phänomen zu sein scheint, wird es im klinischen Alltag oft übersehen oder bagatellisiert. Exzessives, "pathologisches" Kaufverhalten ist ein zumeist über viele Jahre chronifiziertes, oft heimliches Leiden, das bei den Betroffenen und ihren Angehörigen zu einem enormen Leidensdruck führt. Bei der Entstehung und Aufrechterhaltung scheinen psychische Komponenten wie z.B. ein niedriges Selbstwertgefühl, Impulsivität, Depression, materielle Werteorientierung und zwanghafte Persönlichkeitszüge ebenso bedeutsam zu sein wie kulturelle und Umweltfaktoren. Der Beitrag soll einen Überblick zum gegenwärtigen Forschungsstand und zu Therapieoptionen bei pathologischem Kaufen geben.

T. Elbert
Gemein, grausam, gewalttätig? - Der Mensch im Spannungsfeld zwischen Trauma und Faszination des Schreckens

Warum sind Menschen gewalttätig und zu aggressivem Verhalten bereit, das bis hin zum Töten seit jeher menschliches Zusammenleben kennzeichnet. Während Gewalt in den zahlreichen Krisenregionen der Welt oft als zum Alltag gehörig wahrgenommen wird, werfen Gewalttaten in der eigenen gesellschaftlichen Mitte – etwa Überfälle auf Obdachlose oder Asylsuchende – immer wieder Fragen nach den Gründen auf. Der Vortrag geht davon aus, dass vorsätzliche Gewalt ihre Basis in der menschlichen Biologie hat und vor allem auf die evolutionäre Herausbildung des Jagdverhaltens zurückzuführen ist. Sie ist entsprechend vor allem bei Männern ausgeprägt. Mit Hilfe psychobiologischer Forschung im Labor aber auch direkten Untersuchungen in Kriegsgebieten Ostafrikas und Mittelasiens untersucht Elbert mit seinem Team an der Universität Konstanz, auf welche Weise Menschen zur Gewaltbereitschaft geprägt werden. Daraus gewinnen die Wissenschaftler auch neue Erkenntnisse darüber, wie psychische Erkrankungen durch Gewalterfahrungen oder traumatischen Stress verhindert und behandelt werden können.

DVD 2

J.C. Wagner, P. Döring (Lesung)
Ein trauriger Held... der glücklich macht?

Lesung mit Musik / Moderation: Peter Döring
Jan Costin Wagner liest aus seinen Romanen um den jungen finnischen Ermittler Kimmo Joentaa, spielt Klavier und spricht mit Peter Döring über gute Gründe zu schreiben, das Innen- und das Eigenleben seiner Romanfiguren - und über die Frage, ob und auf welche Weise fiktionales Erzählen dazu beitragen kann, existenziell bedrohliche Situationen des Lebens einzuordnen, erfahrbar zu machen und zu bewältigen.

E. Roediger
Was ist an der Schematherapie dran?

Die Schematherapie greift überwiegend auf bekannte und bewährte Techniken und Modelle zurück. Worin soll dann die Innovation bestehen? Die hohe Wirksamkeit der Schematherapie ist empirisch inzwischen in mehreren kontrollierten und randomisierten Studien nachgewiesen. Dieser einführende Vortrag versucht darzustellen, auf welche Wirkfaktoren diese Effekte zurückgeführt werden können. Die zentralen Elemente sind: (1) ein konsistentes Modell, (2) eine sehr direktive, aber emotional fürsorgliche Beziehungsgestaltung, die die emotionalen Grundbedürfnisse der Patienten direkt befriedigt und (3) erlebnisaktivierende Techniken wie Imaginationsübungen und Stühledialoge. Damit verbindet sie "das Beste aus verschiedenen Welten" zu etwas Neuem - zur Zufriedenheit der Patienten und der Behandler!

R. Haubl
Neid

Leben wir in einer Neidgesellschaft? Die Frage erlaubt keine einfache Antwort. Um sie überhaupt angehen zu können, bedarf es eines theoretischen Modells der Neiddynamik, in dem nicht nur Neid in seinen verschiedenen Facetten, sondern auch die Erregung von Neid zum Thema werden. Auch wenn Neid als eine der Todsünden von alters her eine schlechte Presse hat, ist das nur die halbe Wahrheit. Neid hat überraschend produktive Seiten, die freilich nur dann zu erkennen sind, wenn man sich ihm unvoreingenommen nähert. Die Sozio- und Psychodynamik des Neides und der Neiderregung zu kennen, ist gleichermaßen individuelle wie gesellschaft relevant und hilft auch bestimmte psychopathologische Phänomene besser zu verstehen.

B. Renneberg
Wahrnehmung sozialer Zurückweisung und psychische Störungen

Soziale Zurückweisung und Ausgrenzung geschehen häufig und beeinträchtigen das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit von Menschen. Aktuelle Forschungsbefunde zur Wahrnehmung von Zurückweisung zeigen, dass es starke interindividuelle Unterschiede hinsichtlich Empfindsamkeit für soziale Zurückweisung gibt. Eine hohe Zurückweisungsempfindlichkeit wird als relevanter Faktor für die Entstehung und die Aufrechterhaltung psychischer Störungen gesehen. Am Beispiel der Borderline Störung werden Forschungsbefunde zur Zurückweisungsempfindlichkeit und zu Reaktionen auf sozialen Ausschluss näher erläutert. Bei einer ängstlichen Erwartungshaltung in sozialen Situationen werden potentielle Zurückweisungssignale schneller wahrgenommen, scheinbar harmlose Interaktionen werden negativ interpretiert und Personen reagieren in Folge der wahrgenommen Zurückweisung mit Rückzug und oder Aggression. Die Implikationen der Forschungsbefunde für die psychotherapeutische Arbeit mit den Patienten werden dargestellt.

(Kongress: 61. Langeooger Fortbildungswochen: Vorträge der 42. Psychotherapiewoche vom 19. - 25. Mai 2013, Langeoog, 415 Min. auf 2 DVDs)

DVD-SONDERAUSGABE!

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Hersteller Langeoog

Artikel-Nr.: AN3162D

 

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