Anmeldung zum kostenlosen Online-Training (Auditorium Netzwerk)

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Der Kongress findet vom 17. - 23. Mai statt.

Anmeldeschluss 16. Mai 2021

*Sie erhalten dann ab dem 17. Mai täglich per E-Mail den Link zu den Titeln des Tages.

(Für die Teilnahme an diesem Online-Kongress werden keine Teilnahmebescheinigungen ausgestellt)

Genauere Inhaltsangaben finden Sie hier

 

Sehr geehrtes Auditorium,

für unseren Online-Kongress im schönen Monat Mai habe ich diesmal das Thema

Herz und Gehirn / Körper und Geist

in Psychologie, Psychosomatik und den spirituellen Traditionen

 gewählt.

Das ist mir zu verkopft, wird jemand genannt der…? Ja, was passiert, wenn jemand verkopft durch die Welt geht? Du bist kalt, warm, hart oder großherzig, auch das sind geläufige Formulierungen für jemanden, der… ja, was macht jemand, der so bezeichnet wird? Was geschieht im Innenleben dieser Person oder was nicht? Sie oder er hat ein großes Herz, sie oder er ist herzlos … Wie ist das einzuordnen?

Ich lade Sie in dieser Woche ein, diese beiden Pole zu untersuchen.

Dazu zeigen wir Ihnen einerseits hochkarätige WissenschaftlerInnen, PhilosophInnen PsychologInnen und PsychotherapeutInnen unseres Archives und andererseits

-  und das ist NEU bei diesem Online-Kongress von Auditorium Netzwerk –

auch die großen Meister und Meisterinnen unterschiedlicher spiritueller Traditionen.

Folgende Gedanken, die das Thema unseres Online-Kongresses näher umreißen, stammen von dem Schweizer Herzchirurgen René Prêtre und sind seinem Buch „In der Mitte schlägt das Herz“ (S. 59 – S. 60) entnommen, das ich Ihnen allen sehr, sehr empfehle.

Alles kursiv Geschriebene stammt von mir und dient dem besseren Verständnis.

„Das Herz ist Resonanzkörper unserer Emotionen.“

René Prêtre, Herzchirurg

Zitatanfang

Der Wissenschaftler hat das Herz zwar all seiner Geheimnisse beraubt, es zu einer schlichten Pumpe reduziert, es auf einige dürftige Zahlen gekürzt – wie Watt, Frequenz, Ausstoß – doch seine Magie ist ihm geblieben.

Für uns (…) alle, ist das Herz, (…) der Antrieb unserer Existenz und mit dem Leben selbst gleichzusetzen. Das Herz (…) wird oft als das Organ der Gefühle wahrgenommen, als Lebensretter gar. Das ist jedoch Hochstapelei, denn diese werden nicht vom Herzen generiert, sondern von unserem Gehirn.

Unser Organismus hat sich (in einer Zeit als der Mensch noch Opfertier war) zum Schutz vor den ihn umgebenden Gefahren und um sein Überleben zu sichern (…) zweier einfacher Mittel bedient:

dem Angriffs- und dem Fluchtreflex. (Initiiert durch den Nervus Vagus, den größten unserer Gehirnnerven, der mit seinen beiden Ästen direkt am Herzen ansetzt.)

Um diese Grundreaktionen zu initiieren, hat unser ursprüngliches (Säugetier) Gehirn die gesamten Eingeweide (alle sich in unserem Bauchraum befindlichen Organe) mit seinem Nervensystem verbunden - dem vegetativen Nervensystem.

Dessen (…) (Aktivitäten) wirken auf mehrere Ziele: die Pupille weitet sich, der Darm verkrampft sich, die Blase zieht sich zusammen, die Atmung beschleunigt, und das Herz schlägt schneller und fester

u. a.

 Im Laufe der Evolution haben andere, ausgefeiltere Reaktionen – darunter unsere Emotionen – die Leitungssysteme (Nerven und Gefäße) unseres Körpers übernommen.

Parallel dazu wurde unser antikes Gehirn von einem anderen, ausgereifteren, da erkenntnisreicheren abgelöst – dem Gehirn der Intelligenz und der Überlegungen (dem Großhirn/Neokortex).

Die primitiven (ursprünglichen) Mechanismen (Kampf und Flucht) herrschen weiter über unsere Eingeweide, doch ihre Reflexe sind nun teilweise kontrolliert.

Sie werden von unserem Neokortex (zu Deutsch: die neue Rinde, dieser Gehirnteil ist im Laufe der menschlichen Evolution später hinzugekommen, also jünger) unterdrückt. (Geist unterdrückt Körper unterdrückt Geist unterdrückt …)

Auf kein Organ unseres Körpers hat (…) das Vegetative (also Flucht oder Kampf) größeren Einfluss, als auf das Herz, so reaktionsschnell und so permanent aktiv.

Und so ist es dieser alte Mechanismus, durch den das Herz zum Resonanzkörper unserer Emotionen geworden ist, obwohl sie tatsächlich unserem Gehirn entspringen.BerndGong

Freude, Trauer, Angst, Wut, Überraschung - übertragen sich sofort aufs Herz.

Und die Reaktionen unseres Herzens auf eine extreme Emotion, eine, die der Kontrolle unseres Gehirns entwischt, können besonders brutal sein: Es kann sich derart verlangsamen oder sich zur Raserei mitreißen lassen, dass daraus ein Schwächeanfall resultiert. Wir sacken dann zusammen, bewusstlos oder nahezu bewusstlos.

Und die Liebe in all dem? Die Liebe, die höchste Emotion?

Sie ist völlig mit dem Herzen verknüpft, das sein Symbol geworden ist. Schwerer oder leicht, drückend oder umherwirbelnd, unsere Herzschläge deklinieren durch ihre Geschwindigkeit und ihr Gewicht alle Nuancen unserer amourösen Höhenflüge. Welche Mutter hat nicht schon zu ihrem Kind gesagt: „Ich liebe dich von ganzem Herzen.“ Dieser Satz ist vielleicht der weltweit verbreitetste, denn es gibt ihn in so vielen Sprachen! Vielleicht sogar in allen Sprachen.

„Das Leben und die Liebe, unsere beiden höchsten Güter, vereint in einem einzigen Organ.“

Zitatende

Doch wenn auch die Liebe durch die Einflüsse unseres Gehirnes (im Kontakt mit der Außenwelt) im Herzen als Gefühl entspringt (sie erinnern sich: das Herz ist ein Resonanzkörper) was bringt das Herz dann dazu, in Liebe zu schwingen?

Dies Frage habe ich bei René Prêtre nicht beantwortet gefunden, bin ihm aber unendlich dankbar für die - nehmen wir eine Metapher aus dem Fußball - Steilvorlage.

Die Antwort auf diese Frage habe ich bei Stephen Porges und seiner Polyvagal–Forschung gefunden (s. o. Nervus Vagus).

Neben den beiden oben erwähnten Ästen des Nervus Vagus für Kampf oder Flucht (Nervus Vagus – der größte unserer Gehirnnerven, der mit seinen beiden Ästen direkt am Herzen ansetzt)gibt es einen dritten Ast des größten Hirnnerven und dessen Funktion wird als der soziale Ast des Nervus Vagus beschrieben, der zwischen den beiden Polen Kampf und Flucht ausgleichend wirken kann, der die emotionale Mitte, die Ausgeglichenheit, die Ruhe, den Großmut - und damit erst die Liebe möglich macht.

Dieser dritte Ast des Nervus Vagus bedarf in unserer Zeit intensiven Trainings, denn er ist unterentwickelt. Wir driften zu häufig zwischen Kampf und Flucht.

Das ist gemeint, wenn der Dalai Lama kritisiert, dass in unserer Gesellschaft das Herz zu wenig beachtet wird.

Folgen Sie uns auf eine ungewöhnliche „Reise zum Horizont“, bei der Sie die großen PraktikerInnen des Herzens einerseits (z. B. S. H. Dalai Lama, Venr. Thich Nhat Hanh, Schwester Tenzin Palmö u. v. a.) und die großen WissenschaftlerInnen, PhilosophInnen und PsychotherapeutInnen andererseits kennenlernen.

Sehen, hören und staunen Sie über Jahrtausende alte Weisheiten, von christlichen Mystikern, buddhistischen MeisterInnen, Sufis, Zen, in den Heilkünsten ausgebildeten sowie neuen Forschungen, Erkenntnissen und Praktiken von Neurobiologie, Neurophysiologie, Psychotherapie unterschiedlicher Richtungen, Psychosomatik und Philosophie.

 Es geht um nichts anderes als darum,

das Hirn elastisch und das Herz offen zu halten, um spüren zu lernen, was die Resonanz des Herzens uns sagen will.

 Herzlich

Ihr Bernd Ulrich-Buff

 

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