Anmeldung zum kostenlosen Online-Kongress (Kopp-Wichmann)

 

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Der Kongress findet vom 07. - 16. November statt. 
Anmeldeschluss: 06. November 2022
*Sie erhalten dann ab dem 07. November täglich per E-Mail den Link zu den Titeln des Tages.
(Für die Teilnahme an diesem Online-Kongress werden keine Teilnahmebescheinigungen ausgestellt.)


  

Teil 7 der Onlinekongress-Reihe:

 

Sehr geehrtes Auditorium, sehr geehrte Auditorium Community, 

 unser letzter Onlinekongress im Jahr 2022

Grundlagen-Psychologie 7

führt Sie ein in die Künste der

Familienaufstellung

mit Virginia Satir & Bert Hellinger.

  

nimmt eine der großen Strömungen unter die Lupe, die Ende des zwanzigsten und zu Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts die Gemüter der psychotherapeutischen Welt bewegten.

 

Familienaufstellungen/Familienrekonstruktionen

 

Wir zeigen Ihnen Aufnahmen therapeutischer Arbeit, wenn Sie so wollen aus der weiblichen, und aus der männlichen Perspektive.

Sie ist eine Energiearbeiterin, meinte unsere Lektorin über Virginia Satir (*26. Juni 1916 – †10. September 1988), die Sie u. a. bei Familienaufstellungen erleben können.

Virginia Satir

 

Als man Virginia in einem Interview fragte, warum sie die Menschen bei der therapeutischen Arbeit auch berühre, meinte sie:

"Es hilft meiner Intuition."

Folgen Sie uns die nächsten 10 Tage und staunen Sie, wie erfolgreiche Psychotherapie aussehen kann. Ich bin noch immer erstaunt.

 

Aus Wikipedia:

"Schon im Jahr 1951 kam Virginia Satir erstmals die Idee, statt Einzelpersonen ganze Familien zu therapieren. Später bemühte sie sich bei ihrer therapeutischen Arbeit regelmäßig, den Mitgliedern einer Klienten-Familie im Rahmen sog. Familienrekonstruktionen die generationsübergreifenden Muster und die Problematik innerhalb des gesamten "Familiensystems" bewusst und sichtbar zu machen.

Sie entwickelte die gruppentherapeutische Methode der Familienskulptur.

Psychische Probleme von Klienten werden innerhalb der Familientherapie nicht isoliert gesehen, sondern das Verhalten aller Familienmitglieder wird in die Betrachtung mit einbezogen.

Durch Gespräche, "Familienaufstellungen" und eine Vielzahl kreativer Methoden kann dabei erreicht werden, allmählich die inneren Prozesse der Familie zu verstehen. Verborgene Strukturen und Bindungen werden erfahrbar. Das Geflecht der Beziehungen wird Stück für Stück entwirrt, so dass Verstrickungen gelöst werden können.

Die Systemische Familientherapie geht davon aus, dass bei den Mitgliedern einer Familie und in der Familie als Ganzes "Selbstheilungskräfte" vorhanden sind, die in der Therapie mobilisiert werden können.

Somit wird es der Familie möglich, einen Großteil ihrer Probleme ohne beständige therapeutische Unterstützung zu lösen.

Die Familienskulptur ist von der äußeren Form her leicht zu verwechseln mit dem "Familienstellen" nach Bert Hellinger. Beide Arbeitsweisen unterscheiden sich jedoch sowohl im Vorgehen wie auch in den Grundannahmen. Vor allem Hellingers Annahme sozialer Rangfolgen deckt sich mit Satirs Annahmen nicht.“

Bert Hellinger

Energiearbeit ganz anderer Art sind die Familienaufstellungen Bert Hellingers (*1925 - †2019), oder, wie Gunthard Weber einmal sagte, der Hellingers Arbeit maßgeblich bekannt machte (und heute ihr gegenüber eine kritisch-wertschätzende Position einnimmt): "Bert Hellinger war in seinen späten Jahren eigentlich nicht mehr Psychotherapeut, sondern eher das, was man gemeinhin als Heiler bezeichnet."

 

Sehr geehrtes Auditorium,

kaum jemand ist so umstritten wie Bert Hellinger. Er wird hochgeschätzt und extrem abgelehnt und abgewertet. Diese Polarität hat er eher begrüßt, gab es dadurch doch eine große Aufmerksamkeit und Auseinandersetzung für und mit seinem Ansatz.  

Die Kritik an Bert Hellinger ist teilweise berechtigt, teilweise aber auch ungerecht. Einige seiner therapeutischen Interventionen (vor Publikum) werden noch heute von bestimmten Praktikern der modernen Psychotherapie heftigst abgelehnt. Andere erkennen an, dass er mit seiner Aufstellungsarbeit auch viele überraschende Veränderungen erreichte. Ich empfehle hier die Aufnahme „Verbundensein - Gunthard Weber und Guni Baxa im Gespräch“ aus unserer Reihe: Was ich noch zu sagen hätte ... ich hab' so vieles zu erzählen.

Es ist Hellingers Verdienst, dass er die Familienaufstellungen, die in der Zwischenzeit zum Handwerks-/Werkzeugkasten

vieler Therapeuten gehören in der ganzen Welt bekannt gemacht hat.  Zwischenzeitlich hat das Familienstellen in der Sozialarbeit, in Gerichtshöfen, im Gesundheitswesen und in der Organisationsberatung Einzug gehalten, sogar in einem Tatort wurde es als Instrument in den Mittelpunkt gerückt.  

Hellinger "sah immer auf das, was ist" und auf die Folgen von Ereignissen und plädierte für das Zustimmen von dem, was ist (anstatt zu hadern). Was viele und besonders die konstruktivistisch Orientierten störte, war sein ontologische, wissende Sprache und seine postulierten Beziehungsordnungen, die wie Naturgesetze daherkamen. 

Als ich Gunthard Weber vor 30 Jahren fragte, wie er sich denn diesen Boom um Bert Hellinger erkläre, meinte er sinngemäß, dass in Zeiten von Unsicherheit – gesellschaftliche Krisen, Systemtheorie und radikaler Konstruktivismus haben damals vieles, was wir zu wissen glaubten und was uns Halt gab, in Frage gestellt - die Menschen dankbar waren, dass jemand kam, der wieder ein Gefühl von Sicherheit, Orientierung und verlässlichen Maßstäben und Werten vermittelte. Er bewunderte aber auch Hellingers Fähigkeit, sehr schnell menschliche Beziehungsmuster zu erkennen und sehr gezielt und effektiv darauf zu reagieren.

Neben jenen patriarchalen, oft alttestamentarisch anmutenden und mitunter sehr konfrontativ wirkenden Handlungen und Haltungen, die Bert Hellinger auf der Bühne, zu seinen Spitzenzeiten vor bis zu 2000 Teilnehmern mit dem Familienstellen demonstrierte, waren viele seiner Familienaufstellungen (besonders die aus den 1990-er Jahren) oft  schlichtweg erhellend, versöhnend  und für die aufstellende Person (die ihre "innere"  Familie aufstellte)  befreiend …

Es war, und das möchte ich hier klar sagen, auch oft viel Gutes und Hilfreiches dabei, was sich im realen Familiensystem dann auch auswirkte. Sprich: alte und destruktive Muster veränderten sich. Zumindest aber kam Bewegung rein. Und das ist immer eher eine gute Sache. Stillstand hieß schon seit jeher gleichzeitig Rückschritte.

Und Bert Hellinger hatte Wissen und Weisheit, er war 16 Jahre lang Priester und Schulleiter in einem Missionsorden im Zululand in Südafrika und in mönchischen Ordenstraditionen (u. a.  in Meditation und Kontemplation etc.) geübt und ausgebildet.  

Auditorium Netzwerk hat mich gelehrt, die Perlen zu finden und die gibt es in Hellingers Arbeit, seiner Philosophie und seinem Wissensschatz so wie bei jedem anderen Therapeuten auch. Kritische Wertschätzung! 

In den nächsten 10 Tagen stellen wir also Familienaufstellungen von Virginia Satir und Bert Hellinger einander gegenüber, flankiert von vielen ihrer Weggefährten die Gutes, Kritisches und Ergänzendes zu dieser Arbeit mitzuteilen haben.

 

The State of the Art of Family Constellations

Der  Stand der Kunst  bei Familienaufstellungen

 

Wie immer wünsche ich ein offenes Herz und ein elastisches Gehirn und

eine gute Zeit, durchzogen von Ahas.

Ihr

Bernd Ulrich-Buff

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Virginia Satir (*1916 - †1988) wird oft Mutter der Familientherapie genannt. Schon 1951 behandelte sie in ihrer Praxis die ganze Familie - zum damaligen Zeitpunkt völlig unüblich. Sie entwickelte die familientherapeutische Methode der Familienskulptur und arbeitete u. a. mit Familienrekonstruktionen. Bis zu ihrem Tod 1988 hielt sie weltweit Vorträge und Seminare.  Die Grand Dame der Psychotherapie in ihrer Zeit.

 

Bert Hellinger (*1925 - †2019) studierte Philosophie, Theologie und Pädagogik. Er arbeitete 16 Jahre lang als Missionar eines katholischen Ordens bei den Zulus in Südafrika. Dort beschäftigte er sich intensiv mit dem Einfluss von Gruppendynamiken. Anschließend wurde Bert Hellinger Psychoanalytiker und absolvierte vielerlei Ausbildungen unter anderem in Primärtherapie, Transaktionsanalyse, Erickson‘scher Hypnotherapie und Neurolinguistischen Programmieren

Im Laufe der Jahre entwickelte er schließlich seine eigene Methode: Das Familienstellen (auch: Familien-Stellen) nach Bert Hellinger entstand. Es findet heute weltweit Beachtung und wird in vielen unterschiedlichen Bereichen angewandt. In der Psychotherapie, in der Organisations- und Unternehmensberatung, Pädagogik, in der Justiz, der Lebens- und Erziehungsberatung und in der Seelsorge im weitesten Sinn. Bert Hellinger forschte immer weiter. Es entwickelte sich das "neue Familienstellen nach Hellinger" Eine Haltung des "Zustimmens dem, was ist - genau so, wie es ist".

(Quelle: hellinger.com/Kurzbiografie)

 

 

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