Mende, Matthias: Spiegelneuronen und Rapport

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Produktinformationen "Mende, Matthias: Spiegelneuronen und Rapport"

Die hypnotherapeutische Beziehung im Licht der Neurobiologie

In dieser Präsentation werden die psychologischen und neurobiologischen Konsequenzen von Pacing und Leading im Licht aktueller Forschungsdaten über Aktivitäten von Spiegelneuronen untersucht. Pacing wird beschrieben als ein absichtliches Spiegeln bestimmter Aspekte der Selbst-Aktualisierungen einer Person. Wird jemand gepaced, ist dies auf einer psychologischen Ebene gleichzusetzen mit erkannt, anerkannt und angenommen zu werden. Die PatientIn betrachtet ihr eigenes gespiegeltes Selbst, wodurch basale narzisstische Bedürfnisse befriedigt werden. Rapport entsteht durch ein Pacing des verbalen und nonverbalen Verhaltens einer Person, ihrer Wahrnehmungsgewohnheiten, Denkstile, Glaubenssysteme und anderer Aspekte der inneren Realität. Wenn der Rapport einmal etabliert ist, können therapeutische Leadings vom Patienten leicht aufgenommen werden. Ich werde zeigen, dass Begriffe der hypnotherapeutischen Beziehung wie Pacing und Leading, Rapport, Empathie und auch Übertragung und Gegenübertragung ein neurobiologisches Äquivalent besitzen. Die jüngste neurobiologische Forschung hat gezeigt, dass Spiegelneuronen im prämotorischen Kortex den sensorischen Input aus der interpersonale Wahrnehmungen noch einmal auf der Verhaltensseite spiegeln, ohne vermittelnde zentralnervöse Planungsaktivitäten. Auf diese Weise initiieren interpersonale Wahrnehmungen sofort motorische Impulse zur Nachahmung ohne bewusste Planung, sogar bei komplexeren Handlungen. Diese Impulse können durch bewusste Kontrolle übergangen werden, wenn das antizipierte Ergebnis unerwünscht ist oder die antizipierten Körperempfindungen während der Nachahmung unangenehm oder schädigend sind. Die neurobiologischen Befunde können mit den psychologischen und interpersonale Phänomenen in Verbindung gebracht werden, die durch Rapport entstehen: Im Rapport wird es beschrieben als ein Beziehungsphänomen, bei dem die Partner dieser Beziehung einander gut genug vertrauen, um den Impulsen ihrer jeweiligen Spiegelneuronen zu folgen, ohne zentralnervöse Areale des bewussten Planens oder Beurteilens einzubeziehen, die diese Impulse wegen vermuteter unerwünschter Effekte in Frage stellen könnten. Das Resultat ist eine Beziehung, in der die Partner gegenseitig auf kleinste Hinweisreize reagieren und Leadings durch die Therapeutin bereitwillig Spiegelneuronenaktivitäten hervorrufen, die in neues Verhalten münden. Die klinischen Implikationen dieses Körper-Seele-Paradigmas werden diskutiert.

Mende, Matthias Dr., Klinischer und Gesundheitspsychologe, Notfallpsychologe, Psychotherapeut und Lehrtherapeut der ÖGATAP für Hypnosepsychotherapie. 2008-2011 Präsident der Europäischen Gesellschaft für Hypnose (ESH). Langjähriges Vorstandsmitglied der Internationalen Gesellschaft für Hypnose (ISH). Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der deutschsprachigen Hypnosegesellschaften (WBDH). Vorstandsmitglied der Ego-State International (ESTI). 1994 Gründung des Zentrums für Hypnose, Verhaltenstherapie, Biofeedback in Salzburg. Seither Vollzeittätigkeit als niedergelassener Hypnosepsychotherapeut.

Vortrag anlässlich der M. E. G JAHRESTAGUNG "Hypnotherapie: Sucht, Sehnsucht und Visionen" der Milton Erickson Gesellschaft für Klinische Hypnose, 27. - 30. März 2014 in Bad Kissingen, ca. 35 Min. als Sofortdownload (32 MB audio, 132 MB video)

>> Hier auch als CD oder DVD in unserer Auditorium-Edition erhältlich <<

 

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Artikel-Nr.: MEG14-V14Z

 

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