Roth, Gerhard: Das Gehirn im täglichen Einsatz - 5 Vorträge

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Produktinformationen "Roth, Gerhard: Das Gehirn im täglichen Einsatz - 5 Vorträge"

Fünf psycho-neurobiologische Vorlesungen

Hirnforscher gehen davon aus, dass alles, was wir fühlen, denken und tun, das Alltägliche ebenso wie das Hochgeistige und das ganz Persönliche, von Gehirnprozessen vorbereitet, gestaltet und bewertet wird. Wenn alles gut geht, merken wir nichts davon und halten uns für den Dirigenten. Nur wenn irgendetwas dabei schief läuft, erkennen wir unsere Abhängigkeit. Die Neurowissenschaften leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Selbsterkenntnis. Darum soll es in den Vorlesungen gehen.

1. Vorlesung: Was ist Intelligenz?
Die erste Vorlesung beschäftigt sich mit der Frage, was Intelligenz ist und wie man sie misst. In welchem Maße bestimmt Intelligenz den schulischen, akademischen und beruflichen Erfolg? Politisch hochaktuell ist die Frage, in welchem Maße Gene und Umwelt auf die Entwicklung der Intelligenz einwirken, denn die Antwort darauf bestimmt die Chance kompensatorischer Bildungsmaßnahmen von Staat und Gesellschaft. Schließlich wird untersucht, in welchem Maße wir unsere Intelligenz auch im Erwachsenenalter steigern können.

2. Vorlesung: Was ist Geist, was ist Bewußtsein?
Die zweite Vorlesung befasst sich mit der Frage, was Geist und Bewusstsein sind und wozu wir sie im Alltag brauchen. Wir untersuchen, unter welchen Voraussetzungen etwas überhaupt bewusst wird, was unbewusst bleibt und warum, und welche Hirnprozesse dabei jeweils ablaufen. Dies führt zu der uralten und immer neu gestellten Frage, wie eng Geist und Gehirn tatsächlich zusammenhängen. Die Antwort darauf wird Aufschluss darüber geben, ob Geist sich in das Naturgeschehen einfügt oder es übersteigt.

3. Vorlesung : Was bestimmt die Entwicklung unserer Persönlichkeit?
Die dritte Vorlesung befasst sich mit der Frage, wer oder was die Entwicklung unserer Persönlichkeit bestimmt, also warum wir so sind, wie wir sind. Sind es die Gene, wie vielfach behauptet wird, oder Umwelteinflüsse, besonders die in früher Kindheit, wie viele andere glauben? Oder Beides? Und gibt es dabei Vorgänge, die bisher kaum bekannt waren? Diese Erkenntnisse haben eine große Bedeutung für ein modernes wissenschaftlich fundiertes Menschenbild.

4. Vorlesung: Wie weit sind Menschen veränderbar?
Die vierte Vorlesung baut auf den Erkenntnissen der dritten Vorlesung auf und fragt, in welchem Maße und mit welchen Mitteln Menschen veränderbar sind. Während für die einen der Mensch schon in frühen Jahren in seinen Grundzügen fertig ist und nicht mehr verändert werden kann, halten andere, insbesondere in Wirtschaft und Politik, auch den erwachsenen Menschen für fast beliebig veränderbar. Wir wollen uns fragen, was aus Sicht der Neurowissenschaften daran gerechtfertigt ist und welche Bedeutung diese Erkenntnisse für die gesellschaftliche Praxis haben.

5. Vorlesung: Was können wir als gesichert ansehen und was als Irrtum oder Falschmeldung
Die fünfte Vorlesung stellt eine scheinbar hochphilosophische Frage, die aber angesichts der heutigen Informationsflut und allgemeinen Verunsicherung besonders aktuell ist: Was können wir als gesichert ansehen und was ist als Irrtum oder Falschmeldung zu bewerten? Verschaffen uns die Naturwissenschaften verlässliches Wissen, oder gibt es letzte Gewissheit nur im Glauben jenseits wissenschaftlicher Erkenntnisse? Oder gibt es weder im Glauben noch in der Wissenschaft wahre Erkenntnis? Wenn ja, welche Konsequenzen hat dies für uns?

Gerhard Roth: Geboren 1942 in Marburg/Lahn, studierte Philosophie, Germanistik und Musikwissenschaft und promovierte 1969 zum Dr. phil. in Philosophie. Anschließend studierte er Biologie und promovierte 1974 zum Dr. rer. nat. in Zoologie. Seit 1976 ist er Professor für Verhaltensphysiologie und Entwicklungsneurobiologie an der Universität Bremen. Er war bis 2008 Direktor am dortigen Institut für Hirnforschung, 1997-2008 Gründungsrektor des Hanse-Wissenschaftskollegs und 2003-2011 Präsident der Studienstiftung des deutschen Volkes. Er ist Geschäftsführer der Roth GmbH Applied Neuroscience und Direktor des Roth Institut Bremen. Seine Publikationsliste umfasst rund 220 Fachartikel und 13 Bücher. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse und des niedersächsischen Verdienstordens.

Fünf Vorlesungen vom 13. - 14. Dezember 2018 in Bremen, ca. 200 Min. als Sofortdownload (278 MB audio, 1,5 GB video) inkl. Folien zu den Vorträgen bei audio-Download.

>> Hier auch als CD oder DVD in unserer Auditorium-Edition erhältlich <<

 

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