Radebold, Hartmut: Psychotherapie über 60-Jähriger

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Produktinformationen "Radebold, Hartmut: Psychotherapie über 60-Jähriger"

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Zielsetzungen, Besonderheiten, zeitgeschichtliche Prägungen

Diese erst seit 20 Jahren allgemein anerkannte Feststellung weist damit jetzt den chronologischen Alter nur noch geringe Bedeutung für die Indikationsstellung zu.
Wenn die Psychotherapeuten älter oder zu mindestens gleichaltrig wie ihre Patienten sind, verfügen beide über eine übereinstimmende Entwicklung und entsprechende gesellschaftliche Prägungen. In der sich entwickelnden Beziehung werden die Psychotherapeuten unbewusst in die gefühlsmäßig sichere Position eines Elternteiles versetzt. Diese ermöglicht ihnen, die auf sie übertragenden intensiven Gefühle, Konflikte, Befürchtungen und Wünsche zu erkennen, zu klären und zu bearbeiten.
Die in Relation jüngeren Psychotherapeuten (oft um eine Generation und mehr) begegnen jetzt Älteren; unbekannt bezüglich Norm- und Wertvorstellungen, Sozialisation und Geschichte. Gleichzeitig erleben sie dadurch eine gefühlsmäßig verunsichernde Situation, dass sie aufgrund der Altersdifferenz von den Älteren unbewusst in die Position eines "Kindes" versetzt werden. Dieses "Kind" muss nun zunächst seine psychotherapeutische Kompetenz beweisen. Gleichzeitig reaktiviert diese Begegnung die früheren eigenen Wünsche, Erwartungen Enttäuschungen und Gefühle aus der Kindheit.
Zeitgeschichtlich sind die bisherigen Älteren, also die Jahrgänge 1928/29-1945/47 als die "Kriegskinder" des ll. Weltkrieges bekannt. Parallel zur Behandlung von sich jetzt im Alter erneut zeigenden frühen unbewussten Konflikten und Aktualkonfliktenn werden wir daher zur Behandlung von Trauma - Aktivierungen und Re-Traumatisierungen aufgefordert.
Im Verlauf der Vorlesungen werden vier Behandlungen von Frauen im Alter von 61-84 Jahren mit depressiver Symptomatik unterschiedlicher Genese vorgestellt.
Die vier Vorlesungen am 13. und 14. August 2019 in Kassel werden beendet mit einem biographischen Interview. Beginnend mit den Erfahrungen als "Kriegskind" über die wissenschaftliche Karriere bis hin zur erlebten familiären transgenerationalen Weitergabe.

  1. Vorlesung: Über 60Jährige - wenig geeignet für Psychotherapie?
  2. Vorlesung: Behandler und Patienten: welchen Besonderheiten begegnen sie?
  3. Vorlesung: Gleiche depressive Symptomatik - psychodynamische unterscheidbare Ursachen
  4. Vorlesung: Die "Kriegskinder" des Zweiten Weltkrieges: ihre unerkannten zeitgeschichtlichen Prägungen und ihre transgenerationale Weitergabe.
  5. Zu den wissenschaftlichen Karrieren von Hartmut Radebold (Interviewer Bernd Ulrich)

Professor Dr.med. Hartmut Radebold, geboren 1935, ist Arzt für Nervenheilkunde, Psychoanalyse und Psychosomatische Medizin. Von 1976 bis 1998 hatte in den Lehrstuhl für Klinische Psychologie am FB 04 die Universität Kassel inne. Er gilt als Begründer der psychodynamischen Psychotherapie Älterer. Bei seinen weiteren Forschungen befasste er sich mit den Erfahrungen, Prägungen und lebenslangen Folgen der "Kriegskinder" des ll. Weltkrieges. Der Autor zahlreicher Fachpublikationen und Bücher erhielt neben anderen Auszeichnungen auch das Bundesverdienstkreuz l. Klasse.

Vier Vorlesungen und Interview vom 13. - 14. August 2019 in Kassel, ca. 263 Min. auf 4 CDs oder 2 MP3-CDs oder 2 DVDs

 

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Hersteller Radebold, Hartmut

Artikel-Nr.: 3832M

 

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