Schmidt, GuntherHöfner, E. / von Witzleben, G. / Ohler, M. / Schmidt, G. / Bohne, M.: Haltung, Rahmung, Matching und

Höfner, E. / von Witzleben, G. / Ohler, M. / Schmidt, G. / Bohne, M.: Haltung, Rahmung, Matching und
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Produktinformationen "Schmidt, GuntherHöfner, E. / von Witzleben, G. / Ohler, M. / Schmidt, G. / Bohne, M.: Haltung, Rahmung, Matching und"

Würde in der Psychotherapie

Leitung: Michael Bohne. Weitere Referenten: Gunther Schmidt, Matthias Ohler, Noni Höfner, Gabriela von Witzleben

Die Art und Weise, wie professionelle Helfer sich in der Beziehung zu einem Klienten oder Patienten verhalten, beinhaltet viele Informationen, die mit großer Wahrscheinlichkeit vom Gegenüber zumindest unbewusst entschlüsselt werden, auch wenn sie nicht explizit formuliert werden. Wenn ich als Psychotherapeut oder Arzt mein Gegenüber als rohes Ei erlebe oder ihm nichts zutraue, dann wird mein Gegenüber mit großer Wahrscheinlichkeit die Zuschreibung rohes Ei spüren bzw. sich fühlen wie jemand, dem nichts zuzutrauen ist. Wenn ich mein Gegenüber primär aus pathozentrischer Sicht und als Störung definiere, dann beraube ich ihn seiner Würde.
Die innere Haltung von uns Therapeuten, so hat es der Hypnotherapeut Jeffrey Zeig einmal auf den Punkt gebracht, ist eine hoch wirksame Tranceinduktion und verdichtet die Aufmerksamkeit auf einen (ggf. auch schwächenden oder schädigenden) Aspekt. Man sollte also seine innere Haltung und den Glauben an die Veränderungsmöglichkeiten auf Seiten des Klienten möglichst lösungs- und ressourcenorientiert ausrichten. Eine Haltung von Leichtigkeit und Lösungsorientierung (bei gleichzeitiger Würdigung des Leids) ist eine Intervention, die in der Lage ist, beim Gegenüber Zuversicht zu aktivieren. In der Traumatherapie oder bei der Depressionsbehandlung besteht immer die Gefahr, sozusagen ins System des Klienten zu kippen und dabei die eigene Wirksamkeitszuversicht zu verlieren, wenn man zu empathisch mit dem Klienten ist. Ein erfahrener Hypnotherapeut hat einmal gesagt, depressive Patienten seien immer die besseren Hypnotherapeuten, da sie im Zustand der Depression eine hohe suggestive Kraft haben. Sie schafften es mit Leichtigkeit, zu empathische Therapeuten im Handumdrehen zu hypnotisieren. Es spricht also vieles dafür, seine Empathie fein zu justieren, nicht zu empathisch zu sein, und stattdessen mit einer professionellen Haltung der wohldosierten Empathie zu arbeiten.
Die Haltung der Leichtigkeit erscheint vor allem aus psychohygienischen Gründen für Therapie- und Beratungsprofis von fundamentaler Bedeutung zu sein. Sie ist jedoch nicht denkbar, ohne zugleich das Leid der Klienten ausdrücklich zu würdigen.
Ein Beziehungsaspekt, den man mit dem Konzept des Social Engagement System von Steven Porges beschreiben könnte, spricht für eine eher wohldosierte Empathie. Hohe stimmliche Varianz signalisiert dem Klienten auf vagaler Ebene, dass er in Sicherheit ist (Porges 2010). Dies kann man auch als stimmliches oder vokales Bonding beschreiben. Wenn Therapeuten zu gestresst sind von dem, was Klienten erzählen, dann wird diese Form des vokalen Bondings nicht stattfinden können. Viele Patienten haben berichtet, sie haben sich durch die ruhige und Zuversicht ausstrahlende Stimme des Therapeuten gehalten und gut begleitet gefühlt.
Unsere innere Haltung beeinflusst somit nicht nur direkt die Atmosphäre des therapeutischen Kontaktes, sondern darüber hinaus auch die Wahl unserer Worte und die von uns genutzten Sprachbilder. Dies wiederum dürfte eine atmosphärische Auswirkung (siehe auch Matthias Ohler) auf die jeweilige Situation haben. Diese atmosphärischen Interventionen dürften nicht ohne Wirkung auf das Nervensystem unseres Gegenübers sein. Aber auch z.B. depressive oder traumatisierte Patienten oder Klienten, deren Weltsicht massiv durch den depressiven Affekt, bzw. die erlebten existenziellen Bedrohungen determiniert werden, stellen eine Quelle atmosphärischer Beeinflussung des therapeutischen Kontaktes dar.
Unsere innere Haltung wirkt sich aus konstruktivistischer Sicht natürlich direkt realitätskonstruierend aus. Letztendlich beeinflussen die therapeutische Haltung und die Rahmung auch die Würde unserer Klienten. Was man ausstrahlt hat Wirkung. Man sollte sich seiner möglichen Wirkung auch in diesen Kontexten bewusst sein.
Nicht ganz unwesentlich zum Gelingen von Therapie oder Coaching trägt aber auch das Matching bei. Dieser Aspekt wird derzeit noch viel zu wenig berücksichtigt.

Symposium im Rahmen des Kongresses "Reden reicht nicht!?", Heidelberg, 26. - 29. Mai 2016, ca. 152 Min. auf 2 CD oder 1 DVD

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