Freitag, Tabea: Täter werden - online und offline

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Produktinformationen "Freitag, Tabea: Täter werden - online und offline"

Wie Internet-Pornografie bei Kindern und Jugendlichen sexuelle Gewalt fördert und normalisiert

Zwei Drittel der männlichen Jugendlichen konsumieren wöchentlich, 20 % sogar täglich Pornografie im Internet. Die frei verfügbaren Inhalte haben selbst auf den Mainstream-Seiten eine massive Steigerung hinsichtlich der Brutalität sexueller Misshandlungen und ausgefeilter Demütigungsrituale erfahren. Die Grenzen zwischen sog. "freiwilliger" (auf Dissoziation und Betäubung angewiesene) bzw. inszenierter Gewaltpornografie und der erzwungenen sexuellen Ausbeutung von Sexsklavinnen sind dabei fliessend. Die ständige Verfügbarkeit von sexuellem Kick und Thrill als Konsumgut und narzisstische Instantbefriedigung, verbunden mit der konditionierten Kopplung von Sexualität mit Gewalt und Demütigung fördert bei den Konsumenten nachweislich Vergewaltigungsmythen, die Akzeptanz und Bereitschaft zu sexueller Gewalt, Empathieverlust und eine narzisstische Anspruchshaltung in sexuellen Beziehungen. Letztere kann sich bis hin zu soziopathischen (All-)Machtphantasien steigern: Ich habe ein Recht auf alles, was ich will. Das Suchtpotential pornografischer Konsumsexualität führt zudem bei nicht wenigen zu einer Dosissteigerung, die sich hinsichtlich zunehmender Härte/Gewalt/Devianz und/oder hinsichtlich zunehmender Interaktivität (Cybersex, Cybergrooming etc. bis zu realen Kontakten) auswirken kann. Tägliche Konsumenten (männliche Jugendliche) von Pornografie nutzen dreimal so häufig auch Gewaltpornografie und sechsmal so häufig Kinderpornografie, sie äußern doppelt so häufig den Wunsch, das Gesehene auch real auszuleben und sie sind dreimal so häufig Täter von sexuellem Missbrauch als seltenere Konsumenten (baltic sea study, Priebe et al., 2007).
Durch den Abbau von Hemmschwellen und vielfältige Anreize wird der Einstieg in verschiedene Formen der Täterschaft online und offline befördert, die im Vortrag beleuchtet werden sollen.

Dipl. Psych. Tabea Freitag: Dipl.-Psych., Psycholog. Psychotherapeutin in eigener Praxis, Verhaltenstherapie, Traumatherapie und EMDR, Gründung und Co-Leitung von "return - Fachstelle Mediensucht" in Hannover, Autorin

Vortrag anlässlich des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Trauma und Dissoziation (DGTD): "Trauma, Dissoziation und Täterschaft" vom 04. - 05. September 2015 in Dresden, ca. 33 Min. auf 1 CD oder 1 DVD

 

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Artikel-Nr.: DGTD15-V5C

 

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