Wimmer, RudiWimmer, Rudolf: Wie familiär sind Familienunternehmen?

Wimmer, Rudolf: Wie familiär sind Familienunternehmen?
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Produktinformationen "Wimmer, RudiWimmer, Rudolf: Wie familiär sind Familienunternehmen?"

Chancen und Risiken für deren Überlebensfähigkeit

Familienunternehmen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie sich im Eigentum und damit in der unternehmerischen Kernverantwortung einer Familie bzw. einer Mehrfamilienkonstellation befinden. Dieser Umstand bewirkt eine ganz spezifische strukturelle Kopplung zwischen einer Organisation (dem Unternehmen) auf der einen Seite und einer Familie auf der anderen Seite. Diese übers Eigentum grundgelegte Kopplung zweier an sich ganz unterschiedlicher sozialer Systeme mit zum Teil sehr gegensätzlichen Funktionsprinzipien erzwingt ein koevolutionäres Miteinander, das über den Zeitverlauf (von der Gründung über die einzelnen Stadien der Generationsabfolge hinweg) auf beiden Seiten strukturprägende Effekte erzeugt.

Das heisst, im Unternehmen findet auf eine ganz typische Weise Familienhaftigkeit ihren Niederschlag. In der einschlägigen Familienunternehmensforschung wird dieses Phänomen zur Zeit unter dem Stichwort der "Familyness" diskutiert. Demgegenüber halten in der Unternehmerfamilie mit der Zeit organisationsförmige Mechanismen Einzug (etwa formalisierte Entscheidungsverfahren in der Handhabung der Eigentümerfunktion). Beide Seiten stecken sich demnach mit ihrem jeweiligen Gegenteil an.

Das Familiäre in Familienunternehmen nimmt in der Praxis sehr, sehr unterschiedliche Erscheinungsformen an. Es prägt beispielsweise ganz grundlegend das Konzept der Zugehörigkeit in solchen Unternehmen. Dieses Konzept und die damit verbundenen persönlichen Erwartungen ähneln sehr viel mehr der Mitgliedsrolle in einer Familie als der Mitgliedschaft in einer Organisation. Darüber hinaus lassen sich familiäre Muster noch in vielen anderen Unternehmensdimensionen entdecken (etwa im Umgang mit Kunden und Lieferanten, im Umgang mit Geld in Fragen der Zukunftsbewältigung etc.). Diese Familienhaftigkeit besitzt für diesen Unternehmenstyp letztlich eine durchaus „janusköpfige“ Bedeutung. In ihr steckt ein erhebliches unternehmerisches Chancenpotenzial, das viele dieser Unternehmen über Generationen hinweg auf der Erfolgsspur hält. Gleichzeitig können genau diese Familienmuster im Zeitverlauf unter veränderten Komplexitätsbedingungen zu einer existenzbedrohenden Selbstgefährdung mutieren. Langfristig erfolgreiche Familienunternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie "paradoxietaugliche" Bewältigungsmechanismen für das Familiäre im Unternehmen und für das Organisationsförmige in der Familie entwickeln.

Prof. Dr. Rudolf Wimmer ist Professor für Führung und Organisation am Institut für Familienunternehmen an der Universität Witten/Herdecke sowie Partner der Unternehmensberatung OSB in Wien. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte sind zu den künftigen Überlebensfragen von Familienunternehmen, insbesondere zu den speziellen Herausforderungen schnell wachsender Familienunternehmen.

Vortrag anlässlich der Changetagung "Organisation und Intimität" vom 30. - 31. Januar 2014 in Basel, ca. 57 Min. auf 1 CD oder 1 DVD

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Artikel-Nr.: CT14-K3C

 

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