André, Elisabeth: Lässt sich Empathie simulieren?

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Empathische Reaktionen und ihre Modellierung im Computer

Zwischenmenschliche Kommunikation ist inhärent emotional. Bewusst oder unbewusst versuchen Gesprächspartner, emotionale Regungen ihres Gegenübers zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren. Mit dem Ziel, die Mensch-Maschine-Interaktion einfacher und natürlicher zu gestalten, beschäftigen sich zunehmend Forschungsgruppen damit, emotionales Verhalten mittels Computermodellen nachzubilden. Zum einen geht es darum, Emotionen des menschlichen Interaktionspartners - die sich bewusst oder unbewusst in dessen Mimik, Gestik und Sprache widerspiegeln - sensorisch zu erfassen und passenden Emotionsklassen zuzuordnen. Durch den Einsatz miniaturisierter Sensoren ist es dabei möglich, natürlich auftretende Verhaltensweisen weitgehend unverfälscht zu erfassen, insbesondere auch in Alltagssituationen.
Zum anderen geht es um die Generierung und Exposition emotionaler Verhaltensweisen seitens des maschinellen Interaktionspartners, wobei dieser dem Menschen als animierter virtueller Gesprächspartner, als anthropomorpher Roboter oder auch als digital erweiterter Alltagsgegenstand gegenübersteht. Emotionales Verhalten ist dabei nicht vorab festgelegt, vielmehr entwickelt es sich spontan während der Mensch-Maschine-Interaktion auf der Grundlage von operationalisierten Emotionsmodellen, die Erkenntnisse aus den Kognitions- und Sozialwissenschaften integrieren. Hierbei werden unterschiedlich komplexe empathische Prozesse untersucht, von der rein reaktiven Spiegelung von Emotionen des menschlichen Gegenübers, über das Verständnis der Ursachen von emotionalen Zuständen bis hin zur aktiven Stimulation emotionaler Prozesse.
Im Vortrag wird aufgezeigt, wie sich Forschungsergebnisse auf den Gebieten Emotionserkennung, -modellierung und -generierung für neue Anwendungsfelder nutzen lassen. Im Rahmen des EU-Projekts eCUTE wurde mit Kollegen aus der Psychologie untersucht, wie sich emotionales und soziales Lernen bei Kindern durch Rollenspiel mit virtuellen Charakteren fördern lässt. Im EU-Projekt CEEDS beschäftigt man sich in Zusammenarbeit mit Psychologen und Neurowissenschaftlern mit der Frage, ob die Erfassung komplexer Datenvisualisierungen durch empathische Stimulierung positiv beeinflussbar ist.

Prof. Dr. Elisabeth André ist Professorin für Informatik am Lehrstuhl für Multimodale Mensch-Technik-Interaktion der Universität Augsburg. Sie studierte Informatik und Mathematik in Saarbrücken, promovierte dort und leitete mehrere Projekte im Bereich "Intelligente Multimediale Benutzerschnittstellen" am damals dort neu gegründeten Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Ihr Spezialgebiet ist die Mensch-Maschine-Interaktion, ihre Forschungsinteressen sind u.a. Interaktionstechniken für virtuelle Charaktere und anthropomorphe Roboter, die Computersimulation von emotionalen und sozialen Verhaltensweisen sowie computerbasiertes Rollenspiel für soziales und emotionales Lernen. Sie ist Fellow der Alcatel-Lucent-Stiftung für Kommunikationsforschung und Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina sowie Mitglied der Academia Europaea.

Vortrag anlässlich des Symposiuns turmdersinne: "Das soziale Gehirn" vom 26. - 28. September 2014 in Fürth, ca. 37 Min. auf 1 CD oder 1 DVD

 

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Artikel-Nr.: TDS14-V10C

 

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