Özkan, Ibrahim: Das Eigene und das Fremde in der transkulturellen Begegnung

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Die Natürlichkeit der Befremdung

Die steigende Anzahl von Menschen mit Migrationshintergrund und die damit verbundenen Herausforderungen sind ein allgegenwärtiges Thema in Gesellschaft, Politik und Medien. Gerade im Kontext des demographischen Wandels in der Bundesrepublik wird diese Sichtweise zunehmend auch für hier geborene Menschen mit Zuwanderungsgeschichte gefordert werden. Auch im Gesundheitssystem sind Patienten mit Migrationshintergrund keine Seltenheit mehr. Die Arbeit im psychotherapeutisch/psychiatrischen Bereich mit Patienten anderer ethnischer und kultureller Herkunft erfordert besondere Kenntnisse, um "Symptome" nicht als kulturelle Besonderheit abzutun, kulturgebundene Symptome aber auch tatsächlich als solche zu erkennen. Es wird auch berichtet, dass Patienten mit Migrationshintergrund das Gesundheitssystem anders nutzen und auch, dass Fehldiagnosen bei Migranten häufiger der Fall sind, als bei Menschen ohne Migrationserfahrung. Somit stellen also Menschen mit Migrationshintergrund das Gesundheitssystem vor eine große Herausforderung. Vor allem im Bereich der psychiatrisch-psychotherapeutischen Arbeit bedarf es einer Haltung, um den zusätzlichen Ansprüchen, die aus der gesellschaftlichen Stellung des Arbeitsbereiches entstehen, gerecht werden zu können. Die Identität durch äußere Zuschreibung als "Fremde" tradiert z. T. Stereotype, die hilfreich zur Regulation für den Einzelnen sind.
Es hat sich als hilfreich erwiesen, diese religiöse bzw. kulturelle Vorstellungen und Strategien im Kontext als Möglichkeiten der Bewältigung einer Krise einzubeziehen. In der Arbeit mit MigrantInnen ist für eine besondere sensible Betrachtung zum Beispiel der familiären Situation (Sozialisation), der Affekte und der körperlichen Konstitution Sorge zu tragen. Ebenso gilt es dabei die eigene Kultur zu reflektieren um einen gemeinsamen Begegnungsraum mit dem Fremden zu schaffen, damit eine mögliche naturgemäße Befremdung keine Hürden darstellt. Es bedarf seitens der Berater und Versorger manchmal mehr Zeit und Neugier über Zusammenhänge, Rituale und Traditionen in der "Kultur" des Patienten. Diese stellen multiple Erwartungen an die behandelnde Institution sowie an die gewählte Behandlungsmethode und ihre Theorie.
Berücksichtigt werden sollte hierbei weiterhin der Prozess der (transgenerationalen) Migration mit einhergehendem Migrations- und Akkulturationsstress, der zugrundeliegende Störungen verändert darstellen lassen kann. Insofern kann Migration von einem "Traum zum Trauma" führen. Auf Seiten der Behandler kommt es gleichermaßen zu veränderten Reaktionen und Haltungen in der Begegnung mit dem "Fremden", das eine achtsame Reflexion des Selbst und des Behandlungssettings erfordert.

Özkan, Ibrahim, Dr. disc. pol. Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut in der Institutsambulanz des Asklepios Fachklinikums Göttingen, Leitender Psychologe des Schwerpunktes Kulturen, Migration und psychische Krankheit und Leitender Psychologischer Psychotherapeut der Institutsambulanz. Promotion an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen. Zert. spez. Psychotraumatherapie (DeGPT), zert. EMDR- Therapeut (EMDRIA), TRUST-Trainer, zert. Psychoonkologe.
Gastdozent an versch. Ausbildungsinstituten für Psychologische Psychotherapie, Supervisor, Selbsterfahrungleiter. Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Dachverbandes Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im deutschsprachigen Raum (DTPPP), Beirat des NTFN (Netzwerk traumatisierter Flüchtlinge in Nds.).

Vortrag im Rahmen der M.E.G.-Jahrestagung "Trauma - Konflikte - Kulturen", Hypnotherapie und was uns verbindet, 23. - 26. März 2017, Bad Kissingen, ca. 40 Min. auf 1 CD oder 1 DVD.

 

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